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ABSCHLUSSBERICHT DES ÖKOSTROMPROJEKTES

Der Abschlussbericht des Forschungsprojektes "Erneuerbare Energie und Ökostrom. Zielgruppenspezifische Kommunikationsstrategien" liegt jetzt vor, in der Langfassung des...

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CARE & GREEN ECONOMY

Ein neues Papier, das im Rahmen des Projektes G3 Green Economy geschlechter_gerecht veröffentlicht wurde, zeigt die Verbindungen zwischen Care und Green Economy auf. Wir freuen uns...

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Gender | Umwelt | Nachhaltigkeit



 

AUSSTELLUNG DER PRÄMIERTEN WETTBEWERBSBEITRÄGE

Biologische und kulturelle Vielfalt aus Frauensicht: dies war das Thema des Wettbewerbs FrauenLebenVielfalt, den genanet im Hinblick auf die UN-Biodiversitätskonferenz ausgerufen hatte. Alle Frauen waren aufgefordert zu zeichnen, zu fotografieren und zu texten - und hiermit ihren Blick auf die (Bio)Diversität sichtbar zu machen. Christine von Weizsäcker unterstützte als Schirmfrau den Wettbewerb. Aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nahmen Frauen an dem Wettbewerb teil. Unter knapp 50 Beiträgen wählte die Jury die Preisträgerinnen aus. Die prämierten Beiträge wurden in Form einer Ausstellung präsentiert, die vom 13.-16. Mai im Rahmen des Planet Diversity im Gustav-Stresemann-Institut in Bonn zu sehen war.



1. Preis: Julia Vitalis

Jury-Kommentar: “Julia Vitalis zeigt prägnant mit Illustration und Text die kulturelle Vielfalt in einem Haus in Berlin-Neukölln. Wunderschön gezeichnete Frauen blicken aus Fenstern und Haustür, kurze Sätze beschreiben ihre verschiedenen Lebenssituationen, die schwierig, aber nicht hoffnungslos sind.”

 

Julia Vitalis, geb. 1976, studierte Jüdische Studien, Gender Studies und Neue Deutsche Literatur. Sie arbeitete unter anderem als wissenschaftliche Mitarbeiterin und PR-Fachfrau. Seit 2005 ist sie freischaffende Künstlerin in Berlin-Neukölln.



1. Preis: Dr. Sabine Wedel

Jury-Kommentar: “Sabine Wedels Foto-Collage von „Unkräutern“ besticht durch die Qualität der Fotos und die gelungene Idee, die Schönheit der häufig unerwünschten und ungeliebten Pflanzen darzustellen.”

 

Sabine Wedel, geb. 1938, ist pensionierte Ärztin und lebt im Bremer Beginenhof. Früh entwickelte sie eine Liebe zur Natur - in ihrer unscheinbaren, nützlichen Form am Wegesrand. Sie stammt aus einer KünstlerInnenfamilie und beschäftigte sich schon immer mit Fotografie und bildender Kunst, in den letzten Jahren vor allem mit der digitalen Fotografie und den Möglichkeiten der Bildbearbeitung.


2. Preis: Elisa Geleweski und Annette Köhn



Jury-Kommentar: “Die Dokumentation der Baumfeen-Aktion zur Rettung der Bäume am Berliner Landwehrkanal zeigt eindrucksvoll, wie kreativ Engagement sein kann – und dass es sich lohnt vor Ort aktiv zu werden. Das Fällen der Bäume durch die Wasser- und Schifffahrtsbehörde konnte gestoppt werden – dank der Baumfeen und weiterer Aktionen.”

 

Elisa Gelewski, geb. 1972, lebt als Schauspielerin, Aktionskünstlerin und Umweltaktivistin in Berlin. Sie arbeitet an feministischen, politischen und religiösen Themen, wie zum Beispiel Matriarchat, Grundeinkommen und Monotheismus. Sie ist Mitinitiatorin des Baumfeen-Projekts zur Rettung der Bäume am Landwehrkanal, das die Landwehrkanal-Proteste kreativ unterstützte.
Annette Köhn, geb. 1976, lebt als Grafikdesignerin, Illustratorin, Ladenhüterin, Kiezmatadorin, Künstlerin im Allgemeinen und Mensch in Berlin.


3. Preis: Regine Maaß

VIELFALT HEISST NICHT EINFACH VIEL - EINE GESCHICHTE ZUR BIODIVERSITÄT [AUSZUG]

Etwas, was viel vorkommt, beunruhigt mich. Ich denke an viele Mücken, viele Käfer, viele Spinnen, viele Wespen. Meine ersten Erfahrungen mit vielen Lebewesen hatte ich an der Ostsee, an der ich aufgewachsen bin. Es gab viel Seetang und Seegras, in denen sich viele Tangwürmer tummelten – diese Tangwürmer sahen aus wie schwimmende Tausendfüßler und konnten beißen. Überall – sie hinterließen keine Stacheln, es brannte einfach nur. Hatte ich das Seegras mit den Tangwürmern durchquert, kamen die Quallen. Normalerweise passierte in der Ostsee nichts, außer dass es ein ekliges Gefühl war, wenn ich beim Schwimmen an dieses durchsichtige glitschige Etwas stieß – bei bestimmten Wetterlagen waren sie einfach zu viele – also zurück durch Tang und Würmer an den Strand. Aber in einen Sommer kamen die roten Quallen, viele rote Quallen, sie hatten lange Fäden, die ich im Wasser nicht sehen konnte. Doch ich spürte sie – es brannte, höllisch, wie Feuer – unsere Eltern sagten, “Na ja, Feuerquallen, viele eben, darfst´e nicht baden, das geht auch wieder weg – ist alles vom Wind abhängig. Und im Krieg schwammen noch ganz andere Sachen im Meer herum.“ In der Schule im Biologieunterricht lernte ich, dass Verschmutzung und Quallenanzahl direkt zusammen hängen [...] (kompletter Text)

Jury-Kommentar: “Regine Maaß’ Thema ist nicht die wertvolle Vielfalt, sondern das bedrohliche Viele - wenn sich beispielsweise durch Verschmutzung eine Art millionenfach vermehrt. Reizvoll ist die "andere" Sicht auf die Vielfalt und die humorvolle Sprache, die dem Text Leichtigkeit verleiht.”

Regine Maaß, geb. 1962, betreibt seit 1996 ein eigenes Büro für Beratung, Planung und Weiterbildung im ganzheitlichen und technischen Umweltschutz. Sie interessiert sich seit ihrer Kindheit für Natur und Technik. Sie studierte zuerst Meteorologie, dann Technischen Umweltschutz - im letzteren Fach erwarb sie ihren Abschluss als Diplom-Ingenieurin. Regine Maaß schreibt Texte und Gedichte und arbeitete ehrenamtlich als Redakteurin.


Sonderpreis für das Lebenswerk: Heinke von Löw zu Steinfurth und ihre Biografin Hannelore Campino


Jury-Kommentar: “Heinke von Löw zu Steinfurth setzt sich seit Jahrzehnten für Biodiversität und kulturelle Vielfalt ein. Ihr großes Engagement ist beeindruckend. Dank an Hannelore Campino, die das Portrait über diese faszinierende Persönlichkeit beim Wettbewerb einreichte.”

Heinke von Löw zu Steinfurth betreibt den Gartenhof Löw zu Steinfurth in Steinfurth bei Bad Nauheim, wo sie auch lebt. Die 87-jährige Ökogärtnerin und Philosophin verkauft nicht nur Pflanzen, sondern verbindet ihre Arbeit mit der Vermittlung von Ideen. Unter dem Motto "Über-leben" informiert sie über alternative Lebensgestaltung, Ökologie und ein Leben im Einklang mit der Natur. Sie orientiert sich an dem Grundsatz, den Garten als ökologischen Lebens- und Erlebensraum zu begreifen.

Hannelore Campino reichte ein Portrait von Heinke von Löw zu Steinfurth beim Wettbewerb FrauenLebenVielfalt ein. Hannelore Campino, geb. 1944, war u. a. Umweltschutzbeauftragte in Bad Nauheim, Mitinitiatorin der "Lokalen Agenda 21 Bad Nauheim" und Leiterin der Arbeitsgruppe "Natur- Umwelt-Nachhaltigkeit". Hier arbeitet sie, trotz Umzug nach Bonn, noch immer eng mit Frau von Löw zusammen. Beide verbindet die Liebe zur Schönheit der Natur und die Sorge um deren Zerstörung durch die industrielle Landwirtschaft und besonders durch den Einsatz von Gentechnik.


1. Preis Kinder und Jugendliche: Mädchentreff "MaDonna Mädchenkult.Ur"

















Jury-Kommentar: "Die kulturelle Vielfalt zeigt sich farbenprächtig und positiv in den TraumHausBildern der Mädchen."

Acht- bis zwölfjährige Mädchen, die meisten Deutsch-Libanesinnen, malten die TraumHausBilder im MaDonna Mädchentreff. Die Idee und Realisation für dieses Projekt lag bei der Journalistin und MaDonna-Mitarbeiterin Güner Y. Balci. MaDonna Mädchenkult.Ur ist ein selbständiger, weltanschaulich und politisch unabhängiger Verein zur Wahrung der Menschenrechte. MaDonna bietet offene und mobile Kinder- und Jugendarbeit und Beratung in Berlin-Neukölln.