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AKTUELLES | NEWS
GENANEWS MÄRZ 2012 ERSCHIENEN
Der aktuelle Newsletter hat seinen Schwerpunkt bei den Frauen- und Gender-Aktivitäten zur Green Economy in Deutschland, Europa und weltweit. Er informiert darüber hinaus über...
ABSCHLUSSBERICHT DES ÖKOSTROMPROJEKTES
Der Abschlussbericht des Forschungsprojektes "Erneuerbare Energie und Ökostrom. Zielgruppenspezifische Kommunikationsstrategien" liegt jetzt vor, in der Langfassung des...
CARE & GREEN ECONOMY
Ein neues Papier, das im Rahmen des Projektes G3 Green Economy geschlechter_gerecht veröffentlicht wurde, zeigt die Verbindungen zwischen Care und Green Economy auf. Wir freuen uns...
Im internationalen Jahr der Biodiversität (2010) hat das Sekretariat der Biodiversitätskonvention (CBD) eine ausführliche Broschüre mit dem Titel Guidelines for Mainstreaming Gender into National Biodiversity Strategies and Action Plans herausgegeben. In einem ersten Abschnitt wird der Zusammenhang von biologischer Vielfalt und Geschlechtergerechtigkeit hergestellt und deutlich gemacht, warum beiderlei eine win-win Situation darstellen. Im zweiten Abschnitt erfolgt eine Anleitung, wie eine Gechlechterperspektive in die Prozesse der Nationalen Biodiversitätsstrategien und Aktionspläne (NBSAPs) integriert werden kann. Die Guidelines lassen sich auf Englisch und Spanisch im Internet herunterladen.
In ihrem Vortrag „Zwischen Urwald, Hausgarten und Konferenzraum: Genderperspektiven in der Biodiversitätspolitik“ zeigte Franziska Müller den auf den ersten Blick kaum erkennbaren Zusammenhang von Gender und Biodiversität auf. Ihre Aussage war klar: "Gender matters" - sei es bei der Beteiligung von Frauen an Entscheidungsverfahren, beim Schutz des traditionellen Wissens, bei Landbesitz oder Landnutzung. Einen Schwerpunkt der Veranstaltung bildete der Rückblick auf entscheidende Konferenzen zu Biodiversität unter Berücksichtigung von Genderaspekten.
Der Vortrag fand im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Biologische Vielfalt – Run Up 2010“ der Initiative für Nachhaltige Entwicklung e.V. und ist in einer Dokumentation aller Vortragsthemen veröffentlicht.
Der Dokumentarfilm „Frauen von Planet Diversity“ zeigt Ansichten und Lösungsstrategien von Frauen zur Zukunft von Biodiversität, Ernährung und Landwirtschaft. Er entstand während der mehrtägigen Veranstaltung Planet Diversity, die anlässlich der internationalen Verhandlungen zur Biodiversität (CBD) im Mai 2008 in Bonn statt fand. In dem 45-minütigen Film kommen Frauen aller Kontinente zu Wort und trotz der Vielfalt dieser Frauen haben sie als Bäuerinnen, Wissenschaftlerinnen, Mütter, Künstlerinnen und Friedensaktivistinnen eine gemeinsame Botschaft: die biologische und kulturelle Vielfalt als die Zukunft unserer Umwelt, Landwirtschaft und Ernährung.
Der Dokumentarfilm ist als DVD bei WECF Germany für 12,- € (zzgl. Portokosten) unter 089-23239380 oder per Postkarte bestellbar.
Mehr als 100 000 Menschen haben am 9. Weltsozialforum vom 27. Januar bis 1. Februar in Belem (Brasilien) teilgenommen. Zum Abschluss hat das Frauenplenum in seiner Deklaration - auch im Hinblick auf Finanz- und Wirtschaftkrise - einen grundsätzlichen Wandel in den Beziehungen zwischen den Menschen und zwischen Menschen und Umwelt gefordert. Der Kampf gegen die Zerstörung der Biodiversität im Amazonasgebiet und weltweit, der Kampf für reproduktive Rechte, gegen Homophobie und die Forderung nach Beendigung kriegerischer Auseinandersetzungen sollen gemeinsam von einer weltweiten feministischen Bewegung getragen werden. Auf der Seite von AWID sind ein Bericht aus feministischer Sicht vom Forum und der Text der Deklaration nachzulesen. Unter anderem wurde beim WSF 2009 auch eine Erklärung zur Klimagerechtigkeit verabschiedet.
Der REDD-Mechanismus (Reducing Emissions from Deforestation and Degradation), der in Hinblick auf ein Nachfolgeabkommen für das Kyoto-Protokoll diskutiert wird, zielt auf eine marktbasierte finanzielle Kompensation des Südens für „verhinderte Entwaldung“. Damit werden Regierungen oder Firmen, die Wälder besitzen bzw. aufkaufen und auf deren Entwaldung „verzichten“, finanziell entlohnt, jedoch bestehende Waldschutzbemühungen ausgeblendet, die insbesondere von indigenen und anderen unmittelbar von den Rressourcen der Wälder abhängigen Frauen geleistet werden. Bislang gelten zudem auch Pflanzungen schnellwachsender Nutzwälder und damit genau die Kulturen, die die vielfältig genutzten Ökosysteme tropischer Wälder ersetzen und aus den Hüterinnen des öffentlich zugänglichen Waldes schlecht bezahlte Plantagenarbeiterinnen macht, als „Wald“. Daher hat das internationale Netzwerk GenderCC – Women for Climate Justice bei der Klimakonferenz in Poznan (2008) eine Kritik an der gegenwärtigen REDD-Debatte aus der Genderperspektive eingebracht. Ein Faltblatt informiert kurz und bündig über “Forests, deforestation and plantations from a gender perspective”. Bei der letzten Klimakonferenz in Kopenhagen (2009) wurde eine Statement von WEDO zu REDD abgegeben. Mehr Informationen zu den Aktivitäten von genanet und GenderCC im UN-Klimaprozess finden sich auf unserer Seite zu den UN-Klimaverhandlungen.
Während der ersten Woche der 9. Vertragsstaatenkonferenz (COP9) der UN Konvention zur biologischen Vielfalt (CBD) hat der Women's Caucus (das tägliche Treffen der Frauenorganisationen und Genderexpertinnen) ein Positionspapier zu Frauen und Biodiversität erarbeitet, das am 23.5.08 im Plenum präsentiert wurde.
Obwohl die Konvention zur biologischen Vielfalt (CBD) die besondere Rolle der Frauen hervorhebt und ihre Beteiligung anmahnt, sind so bei den Verhandlungen unsichtbar geblieben.
Das World Rainforest Movement hat aus diesem Grund ein Positionspapier "The invisibility of women and plantations in the CBD" erstellt, dass bei der Konferenz in Bonn verteilt wurde.